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30.000 Euro für das Marianum

Zu einem Pressegespräch trafen sich Pressevertreter mit Vorstandsmitgliedern unseres Vereines. Dabei waren auch Lehrer und der Hausmeister des Marianums. Thema der Besprechung war unsere letzte Fördermaßnahme für das Marianum.

Wir freuen uns nämlich sehr, der Schule den doch außergewöhnlich hohen Betrag von 30.000 Euro für neue Medien zur Verfügung stellen zu können. Mit der Ankündigung hatte Winfried Diekmann den Schulleiter schon bei der diesjährigen Abientlassung überraschen können. Jetzt berichtet Tobias Böckermann von der "Meppener Tagespost" in der Ausgabe vom 19. September:

"Meppen. Der Ehemaligenverein hat dem Gymnasium Marianum Meppen mit einer Spende von 30000 Euro die Anschaffung neuer digitaler Tafeln ermöglicht. Außerdem ist die Schule komplett mit einem WLAN-System ausgestattet worden – auf Dauer könnte das die Art des Unterrichts deutlich verändern: Frontalunterricht und Kreidetafeln sollen der Vergangenheit angehören.

Schulleiter Leo Pott machte bei der Vorstellung des Systems deutlich, dass ohne die „große Summe des Fördervereins“ eine der wichtigsten Neuerungen am Marianum nicht möglich gewesen wäre. „Wir haben schon länger über eine technische Neuausrichtung nachgedacht, auch weil wir mit den schon in vielen Klassenräumen installierten Smartboards nicht mehr so zufrieden sind.“ Diese Smartboards werden seit einigen Jahren eingesetzt und sind ebenso wie die neuen digitalen Systeme in der Lage, Tafelbilder digital zu erstellen, zu verändern und abzuspeichern.

Aber nach Einschätzung von Leo Pott und seinen Lehrkräften Birgit Haschenhermes und Franz Albers sind sie in der Handhabung zu empfindlich und entsprechen nicht mehr den technischen Möglichkeiten. „Wir hatten immer das Gefühl, wir laufen der Entwicklung hinterher“, sagte Pott.

Nun also habe man dank der Fördervereinsspende zwölf Räume mit neuen digitalen Tafeln ausstatten können, die alle mit einem Ultrakurzbeamer bestückt sind. Sie lassen sich – im Gegensatz zu Smartboards – im Notfall auch ganz ohne Technik noch benutzen. Die Gesamtinvestition belief sich auf rund 45000 Euro. Die Tafeln vereinen viele technischen Möglichkeiten in sich: Sie sind Bildschirm für den Computer des Lehrers, Projektionsfläche für Filme und Fotos und durch spezielle Stifte, deren Position per Kamera erfasst wird, wie eine Kreidetafel beschreibbar. .

Per Funkverbindung über WLAN können sich Schüler nach Freischaltung auch die im Unterricht entstandenen Tafelbilder abspeichern und zu Hause weiterverarbeiten, sie können ihre Hausaufgaben einbringen und sich inhaltlich beteiligen. „Wir kommen so weiter weg vom Frontalunterricht“, sagte Franz Albers, der als Koordinator für Medienerziehung auch dafür sorgen soll, dass die Kinder kritisch mit den neuen Möglichkeiten umgehen.

Weil die Schulstiftung des Bistums als Träger nun auch der Umstellung auf WLAN und den Schulserver Iserv zustimmte und zusätzlich zur Spende viel Geld bereitstellte, können sich seit diesem Schuljahr alle 1150 Schüler mit eigenem Passwort am Schulserver anmelden. Dort werden Mails geschrieben, Klausurpläne eingesehen und Unterrichtsmaterial verteilt, etwa die Tafelbilder vom Vormittag.

Das Gesamtpaket aus WLAN, Tafeln und Iserv mache die Schule zukunftsfähig, sagte Leo Pott. Verantwortlich ist dafür überraschenderweise der neue Hausmeister Lutz Gels, der aber, das wurde durch seine Erläuterungen deutlich, auch Informationstechniker ist.

Wohin die Entwicklung noch führt, darüber konnten alle Beteiligten nur spekulieren. In Südkorea zum Beispiel gebe es inzwischen keine Schulbücher mehr, sagte Lutz Gels. Dort werde alles mit Tablet-PCs erledigt. Am Marianum ist das noch nicht vorgesehen, und eine Regelung bleibt bestehen: Smartphones dürfen in der Schule trotz allen Fortschritts weiterhin nicht benutzt werden. „Wir nutzen Technik nur dort, wo sie die Arbeit erleichtert und den Unterricht verbessert“, sagte Pott.